Koordinatenmesstechnik: Grundlagen

Sie ist genau, vielseitig, flexibel und für die Qualitätssicherung unentbehrlich: Die Koordinatenmesstechnik zeichnet sich durch eine Vielzahl an positiven Eigenschaften aus. Die Messung von Werkstücken, Überprüfung von Formabweichungen und viele andere Teilaufgaben lassen sich mithilfe eines Koordinatenmessgerätes lösen. Dabei wird der zu überprüfende Gegenstand in Form eines geometrischen Elementes durch ein Koordinatensystem ausgemessen. Dabei gibt es zwei verschiedene Systeme, die wir Ihnen hier vorstellen.

Schaltende Systeme

Schaltende Systeme funktionieren, indem ein Taster den zu messenden Punkt berührt und dann ein Signal an das Koordinatenmessgerät sendet. Dieser Schritt wird, vereinfacht gesagt, so oft durchgeführt, bis alle Punkte ausgemessen sind. Für einfache industrielle Anwendungen reicht dieses kostengünstigere und einfachere System, doch sie bringt auch viele Nachteile mit sich. Dadurch, dass der Taster jedes Mal einen neuen Messpunkt berühren muss und somit für die Messung immer direkten Kontakt zum Material braucht, ist diese Technik recht zeitaufwendig.

Messende Systeme

Die teurere Variante nimmt nicht nur einzelne Messpunkte über den Taster auf. Wenn er an den Kanten entlanggefahren wird, misst er zudem Abstände und Maßstäbe aus. Dementsprechend ist es nicht notwendig, den Taster für die Messung von mehreren Oberflächenpunkten vom Objekt zu entfernen. Dadurch, dass diese zeitaufwendige Funktion nicht mehr notwendig ist, können bei dem Scannen von Objekten große Zeitersparnisse gemacht werden. Um Nuten oder Zahnlücken zu bestimmen, sind messende Systeme die einzige Möglichkeit.

Wenn Sie nur herkömmliche Messungen durchführen und selten Objekte scannen, reicht ein günstigeres schaltendes System vollkommen aus. Müssen Sie letzteres allerdings häufig machen, lohnt sich die Investition in ein teureres, aber auch schnelleres und zuverlässigeres messendes System.